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Montnegre


Naturpark Parc Natural Montnegre i el Corredor
Der Naturpark Parc Natural del Montnegre (schwarzer Berg) i el Corredor, der parallel zur nördlichen Küste der Provinz Barcelona verläuft, bildet mit seinen 15 km² die natürliche Grenze zwischen der Küstenregion Maresme und dem Flachland der Verwaltungsbezirke Vallès und Selva. Durch die Nähe zu Blanes, Lloret de Mar und Tossa de Mar, den touristisch attraktiven Küstenstädten der südlichen Costa Brava, und der Küste des Maresme hat sich dieser Naturpark zu einem beliebten Ausflugsziel vor allem für inländische Urlauber entwickelt. Gestresste Großstädter finden hier den geeigneten Platz, um mit ihren Familien samt Kindern einen Grilltag in der Natur zu verbringen (Details s.u.) oder einfach zu picknicken.

Flora und Fauna
Das Klima auf der dem Meer zugewandten Seite des Naturparks ist eher mild und trocken; von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick über Pinienwälder hinweg auf das Meer. Landeinwärts ist das Klima kühler und feuchter. Hier dominieren Laubwälder mit überwiegend Eichen, Buchen und stellenweise auch neu gepflanzte Kastanienbäume, die den ursprünglichen Wald ersetzen. Innerhalb des Naturparks existieren auf auf relativ kleinem Raum zwei unterschiedliche Lebensräume, deshalb sind viele unterschiedliche Tierarten hier heimisch. Im Lebensraum mit Mittelmeerklima, leben Ginsterkatzen, Gartenschläfer, Hühnerhabichte, Grünspechte und Treppennattern. Im "mitteleuropäischen Lebensraum " sind hingegen Steinmarder, Schnepfen und Kröten anzutreffen.

Geschichte und kulturelles Erbe
Schon in der Jungsteinzeit wurde der Montnegre aufgrund seines Reichtums an natürlichen Ressourcen besiedelt. Unter römischer Besatzung wurden die Bewohner jedoch gezwungen in die Ebene zu ziehen, wo auch heute noch die Dörfer liegen. Zeugnisse sehr früher Zivilisationen sind z.B. der Dolmen Pedra Gentil bei Vallgorguina oder die iberischen Siedlungen auf dem Turó del Vent und Puig del Castell. In der Nähe von Can Bordoi befindet sich die Kirche Sant Cristòfol. Unweit liegt auch die Votivkirche El Corredor aus dem Jahre 1544, die später im spätgotischen Stil wiederaufgebaut wurde. In Küstennähe befinden sich die Wallfahrtskirche von Llorita aus dem 16. Jh. und die im 16. Jh. restaurierte vorromanische Kirche Sant Martí de Mata. Am Rande des Naturparks, in der Nähe der Küstenstädte Pineda und Calella, liegen zudem die Burg von Montpalau, die Kirche Sant Pere de Riu. Außerhalb Pinedas kann man zudem das römische Aquädukt an der Straße Passeig d'Hortsavinyà besichtigen.
Kulinarisches: Grillplätze zum "mieten" und hausmännische Restaurants
 Ein beliebter Grillplatz liegt nur ein paar hundert Meter vor der Kapelle Santuari del Corredor entfernt und ist mit dem Auto erreichbar. An Wochenenden und an Feiertagen kann man hier eine der vielen aneinandergereihten Grillstellen mieten. Allerdings sollte man früh aufstehen, da man vor 10 Uhr morgens das Ticket am kleinen Kiosk gekauft haben muss.
Es gibt 2 Grillzeiten: von 12.30 - 14.00 Uhr und von 14.00- 15.30 Uhr für jeweils ca. 7 € und für max. 10 Personen (bei mehr Personen muss ein zusätzlicher Grill gemietet werden).
Der Preis beinhaltet Holz, Anzünder und den Grill. Tische sind auch vorhanden, jedoch auch schnell besetzt. Aufgrund der Brandgefahr wird der Grillbetrieb von Mitte Juli bis Mitte September eingestellt.
Wer sich keine Mühe machen will, kann in eines der zahlreichen Restaurants im Naturpark gehen. Hier findet man vor allem traditionelle katalanische Fleischgerichte zu meist günstigen Preisen. Ein Restaurant befindet sich beispielsweise direkt an der Kapelle Santuari del Corredor. Dort gibt es auch weitläufige Wiesen, auf denen Kinder herumtoben können und auf denen man mit einem herrlichen Ausblick picknicken kann.

 

Anfahrt Montnegre

Mit dem Auto:
Nach Vallgorguina:
über die A7 kommend, die Ausfahrt 12 "Sant Celony/Montseny" nehmen. Auf die C-61 Richtung Vallgorguina fahren. Nach etwa 4 km ist man in Vallgorguina angelangt, wo es auch eine Informationsstelle gibt (in der Straße Esglesia 13).
Zum Grillplatz/Santuari del Corredor:
über die A7 kommend, die Ausfahrt 11 nach Cardedeu nehmen. Auf der C-35 Richtung Naturpark El Corredor fahren. Von der Einfahrt des Parks aus sind es ca. 7 km bis zum Grillplatz und 8 km bis zur Kapelle. Beide verfügen über großzügige Parkplätze.
Empfohlene Wanderrouten
Es gibt mehrere ausgewiesene Wanderrouten im Naturpark Montnegre:

Vom Weg Camino del torrente de Puig nach Corral
Ausgangspunkt: Informationsstelle Punto de Información Juvenil l'Escorxador
Länge: 3.500 m
Dauer: 1 Stunde und 15 Minuten
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes: Tal des Wildbachs Puig (Valle del Torrente d'en Puig), Eichen- und Pinienwälder; Kirschbäume

Die Ebene La Llanura del Corredor
Ausgangspunkt: Wallfahrtskirche Santuario del Corredor
Länge: 2.250 m
Dauer: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes: Santuario del Corredor, dichter Wald, Ausblick auf den benachbarten Naturpark Montseny

Der Megalith Dolmen de Pedra Gentil
Ausgangspunkt: Vallgorguina, am Ende der Straße Montseny nach der Brücke
Länge: 5.000 m
Dauer: 2 Stunden und 15 Minuten
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes:
- der Megalith Dolmen de Pedra Gentil, der schätzungsweise etwa 4000 Jahre alt ist. Die Legende besagt, dass sich hier die Hexen der Region versammelten um Menschenopfer zu erbringen. Sie erhängten ihre Opfer. In der Ausstellung in Vallgorguina in der Straße Carrer de la Iglesia 13 kann man mehr darüber erfahren.
- die Ruinen der Kirche Santa Eulàlia de Tapioles aus dem Jahre 878. Diese Kirche ist romanischen Ursprungs, wurde aber nach ihrer Zerstörung im Jahre 1373 während des Barrocks wieder aufgebaut.
- mehrere jahrhundertealte, typisch katalanische Bauernhäuser, Masias, z.B. Can Clarens aus dem Jahre 1776
Die Brücke El Pont de la Vila
Ausgangspunkt: Der Wald Parque Forestal de Mataró, der an die Stadt Mataró angrenzt
Länge: 2.200 m
Dauer: 1 Stunde und 20 Minuten
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes: Pinienwälder, die auf früheren, jetzt verlassenen Weinbaugebieten gewachsen sind.

Die Wallfahrtskirche Ermita la Erola
Ausgangspunkt: Informationsstelle und Kirche Centro de Información e Iglesia von Hortsavinyà
Länge: 2.000 m
Dauer: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes:
- la plaza de la Comarca, eine der vielen Stellen, an denen früher Kohle hergestellt wurde.
- l'Ermita l'Erola, Wallfahrtskirche aus dem 18. Jahrhundert
- mehrere typisch katalanische Bauernhäuser, Masias, entlang der gesamten Wanderroute
Die Tiefebene Fondo de Can Rossell
Ausgangspunkt: Avenida del Panagall, auf der Höhe vom Weg Rosell, befindet sich die Anfangsmarkierung
Länge: 2.000 m
Dauer: 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: niedrig, z.T. starke Steigungen
Sehenswertes:
- typisch katalanisches Bauernhaus Masia Can Rossell (gleich am Anfang der Strecke)
- Korkeichenwälder
Skizzierte Route
Die Steineichen (span: encinas/kat: alzines) von Can Portell
Ausgangspunkt: Informationsstelle des Parks und Kirche in Hortsavinyà
Länge: 2.250 m
Dauer: 1 Stunde
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes:
- Kirche Esglesia Sant Llop, die größtenteils aus dem 18. Jh. stammt
- verschiedene typische katalanische Bauernhäuser Masias
- die 4 Steineichen von Can Portell, jahrhundertealt, beeindruckend und z.T. in sehr gutem Zustand

Der Wehrturm Can Vilar und der Weideweg Cañada de Can Montasell
Ausgangspunkt: am Ende der Straße Mataró in Vallgorguina befindet sich die Anfangsmarkierung
Länge: 4.000 m
Dauer: 2 Stunden
Schwierigkeitsgrad: niedrig
Sehenswertes: Mas de Can Vilar: Aus dem 16. Jh. stammendes Gebäude mit Wehrturm.
Das Tal Valle de Olzinelles
Ausgangspunkt: Bei der Ortseinfahrt von Sant Celoni, an der Brücke der Straße BV-5112, die über den Fluss Tordera verläuft, die linke Spur nehmen. Diese führt unter der Autobahn A7 her. Einige Meter weiter befindet sich links bei dem Haus Casa Draper das Anfangsschild der Wanderroute. Dort das Auto abstellen.
Länge: 8,5 km
Dauer: 3 Stunden und 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel (aufgrund der Länge)
Sehenswertes:
- Kirche Sant Esteve de Olzinelles, Bau aus dem 16. Jh. Vermutlich gab es aber hier schon eine ältere Kirche, die schon 1083 urkundich erwähnt ist.
- im ganzen Tal stehen beeindruckende, große Bäume, z.B. Platanen

Der Megalith Dolmen de Ca l'Arenes
Ausgangspunkt: Can Bosc
Länge: 9,5 km
Dauer: 3 Stunden und 45 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel (aufgrund der Länge)
Sehenswertes:
- der Dolmen von Ca l'Arenes
- das Bauernhaus, Masia, Can Bosc aus dem Jahre 1565