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Besalu


Wunderschönes mittelalterliches Städtchen: ein absolutes Highlight im Inland


Am Rande des vulkanischen Naturschutzgebietes La Garrotxa gelegen ist Besalu zweifellos ein Muss für Liebhaber gut erhaltener mittelalterlicher Städte. Aufgrund der relativen Nähe zur Küste zieht es viele Tagesausflügler nach Besalu. Wer kann, sollte es aber vermeiden montags oder donnerstags zu kommen, da an diesen Tagen besonders viele Busse in Besalu Halt machen. Dennoch ist der Ansturm niemals so groß, dass man es als überlaufen bezeichnen könnte. Besalu bietet zweifellos genug Sehenswürdigkeiten, um einen gesamten Tag hier zu verbringen.


Mittelalterliche Brücke über den Fluss Fluvia


Wenn man von Girona aus kommt, sieht man bereits von der Straße aus auf der linken Seite, das nur für Fußgänger begehbare Wahrzeichen von Besalu. Erste schriftliche Aufzeichnungen dieses Besucherhöhepunkts stammen aus dem 11. Jahrhundert. Die 105 Meter lange Brücke über den Fluss Fluvia mit ihrem charakterischen Turm wird von sieben beeindruckenden Rundbögen getragen. Im spanischen Bürgerkrieg wurde die Brücke von Besalu gesprengt, aber anschließend wiederaufgebaut.

Kloster Sant Pere/Pilgerhospital/Casa Cornella (Plaça Prat de Sant Pere):


Vom einstigen Benediktinerkloster in Besalu, dessen Bau im 10. Jahrhundert begann, ist nur noch die Kirche erhalten. Besonders sehenswert ist der Kreuzgang, ein ausschliesslich Pilgern vorbehaltener Wandelgang, in dem einst die Reliquien von San Primo und San Feliciano aufbewahrt wurden. Im Mittelalter war Besalu ein wichtiger Wallfahrtsort für Pilger, was auch am Pilgerhospital erkennbar ist, das unweit des Klosters liegt und im 12. Jahrhundert eigens zur Versorgung der Pilger errichtet wurde. Am selben Platz steht auch das Gebäude Casa Cornella aus dem späten 12. Jahrhundert, das als eines der besterhaltenen Beispiele ziviler Romanik in Katalonien gilt.

Jüdische Bäder Miqwe und Synagoge


Bis zum Zeitpunkt ihrer Vertreibung im Jahre 1492 lag der jüdische Bevölkerungsanteil Besalu bei ca. 20% der Gesamtbevölkerung. Die jüdischen Bäder Miqwe und die Überreste der Synagoge zeugen noch aus dieser Zeit. Die Miqwe Besalu ist eins von nur zehn noch erhaltenen jüdischen Bädern Europas und das einzige Spaniens. Aufgrund ihres guten Zustands belegt die Miqwe aus Besalu europaweit den dritten Platz. Die Bäder liegen unterirdisch, weshalb sie nach offiziellen Angaben erst im Jahre 1964 zufällig wiederentdeckt wurden. Sie können nur im Rahmen einer Führung besichtigt werden - Anmeldung erfolgt bei der Touristeninformation an der Plaça Llibertat. Oberhalb des Eingangs zu den Bädern ist eine kleine Esplanade, auf der einst die Synagoge stand, von der jedoch nur noch ein paar Grundmauern zu sehen sind.

Kulinarisches:

Museu de L'Embotit (Wurstmuseum), Plaça de la Llibertat:
Wie in Castellfollit gibt es auch in Besalu ein kleines (kostenloses) Museum, das an einen Delikatessenladen angegliedert ist. Das Museum ist zwar sehr klein, bietet jedoch einen guten Einblick in die traditionelle Herstellung von Wurstwaren. Im angeschlossenen Laden können ein paar Spezialitäten probiert und natürlich auch gekauft werden. Es gibt ein reichhaltiges Angebot an Fleisch- und Wurstspezialitäten aus Besalu und der Region.

Verköstigung vom katalanischen Ratafia Monjos (Plaça de la Llibertat, 4)
Schräg gegenüber des Wurstmuseums liegt das Pendant für Kräuterschnäpse (ohne Museum). Hier kann man den für Besalu und die Region typischen Ratafia probieren und direkt vom Erzeuger kaufen: Monjos, Tel. 0034-972 59 02 78. Der Ratafía besteht aus Anisschnaps, aromatischen Kräutern und nicht gereiften Walnüssen, schmeckt ähnlich wie Jägermeister, nur besser und natürlicher. Normalerweise wird er als Verdauungsschnaps nach dem Essen getrunken. Am ersten Sonntag im Dezember findet in Besalu eine bedeutende Ratafia-Messe statt, auf der zahlreiche Hersteller zusammen kommen.

Restaurante Fogons (Plaça de Sant Pere, 6, Besalu): Wer im mittelalterlichen Ambiente in einer alten Kapelle aus dem 11. Jahrhundert mitten in Besalu essen möchte, kann sich im Restaurant Fogons anmelden. Einziger Haken: Das Restaurant hat nur vier Tische und ist sehr teuer, man muss mit ca. 80€ pro Person rechnen.

Restaurant Can Quei (Sant Vicenç, 4): Direkt hinter der Kirche Sant Vicenç in Besalu kann man relativ günstig in beschaulicher Atmosphäre für ca. 20-25 € a la carte oder ein Abendmenü für 20 € genießen. Besonders interessant ist die Branca d´Embotits (der Wurstast). Dabei bekommt man ein Holzgestell serviert, von dem ganze Würste runterhängen, an denen man sich nach Belieben bedienen kann.

Übernachten:


Innerhalb von Besalu gibt es verschiedene kleine Hotels und Pensionen. Außerhalb des historischen Ortskerns befindet sich auch ein Campingplatz.

Habitaciones Maria (Plaça de la Llibertat):
Zimmer ohne Frühstücksservice, in wunderschönem historischem Gebäude im Zentrum von Besalu. Die nette alte Dame Maria sitzt meistens genau vor der Tür und plauscht mit ihren Freundinnen während sie auf Gäste wartet. Die Zimmer kosten um die 50€ DZ und sind sauber. Eine gute Option in Besalu, eigens vom Don Travel Team getestet.

Camping Besalu:
Tel.: 0034 - 972 59 18 01

Anfahrt Besalu


BESALU liegt auf halbem Wege zwischen der Küste und den Pyrenäen, in der Nähe des Naturparks Garrotxa. BESALU ist ca. 50 km von der Küste, 45 km vom Flughafen Girona, 45 km von der französischen Grenze (La Jonquera) und 130 km von Barcelona entfernt. Das malerische Dörfchen Castellfollit ist nur ca. 14 km, der See von Banyoles auch nur 13 km und Santa Pau 30 km und entfernt
Anfahrt mit dem Auto nach BESALU:
Von Süden, auf der A7 kommend, die Ausfahrt 6 auf die C-66 Richtung Banyoles / BESALU nehmen. Nach ca. 24 km ist man am Ziel.
Von Norden, auf der A7 kommend, die Ausfahrt 4 Richtung Figueres Sur nehmen, danach der GIV-5128 folgen um danach die N-260 Richtung Olot zu nehmen, die an BESALU vorbeifährt.